Wanderung entlang der Wied

Es war mal wieder das passende Wetter für unsere diesjährige Abschlußwanderung entlang der Wied. Bei wolkenlosem Himmel und herrlichem Sonnenschein traf sich die Wandergruppe der DorfStammtischbrüder am Donnerstag dem 31. Oktober 2019 zur fast schon üblichen Herbstwanderung an der Wiedhalle. Bevor es aber per Pedes los ging, fuhren wir mit den Pkws bis zur Hammer Mühle bei Mudenbach und starteten dort die ca. 9 km lange Rundwanderung. Der Weg führte uns zehn Wanderer zuerst über die Wied und dann rechtsseitig weiter, vorbei am „Indianer-Café“, einer Freizeit-Anlage für Kindergärten und Schulen, bis zum Öko-Bauernhof Farrenau. Auf diesem Gelände war seit 1794 eine Pulvermühle ansässig, die jedoch nach viele Explosionen mit mehreren Toten im Jahr 1902 den Betrieb einstellte.
Der leichte Wanderweg führte uns dann nach Oberingelbach, wo wir kurz vor der ehemaligen Mühle auf fast halber Wegstecke eine Stärkung in Form von Hochprozentigem benötigten. Schnell überquerten wir wieder die Wied und wanderten durch den wunderschön gefärbten sonnigen Herbstwald zurück Richtung Borod. Dabei passierten wir zum zweiten Mal, natürlich unbemerkt, nicht nur die Grenze zwischen Ingelbach und Borod, auch die auf dem Wiener Kongress 1815 festgelegte Grenze zwischen Nassau und Preußen. Sie bildet auch heute noch die Grenze zwischen der ev. Kirche des Rheinlandes und der ev. Kirche Hessen-Nassau sowie die Grenze zwischen den Erzbistümern Köln und Limburg. Über Borod erreichten wir dann schon bei leichter Dämmerung, aber auch mit neuen Eindrücken aus unserer Heimat, den Ausgangspunkt am Parkplatz des Hotels. Hier verließen uns nicht die Kräfte, aber sechs Wanderer, die noch anderweitige Verpflichtungen hatten. Da doch aber noch vier fußkranke Stammtischbrüder mit den Pkws nachgekommen waren, konnten wir in einer kleinen Runde die ausgezeichneten Schnitzelvariationen mit einem kühlen Blonden genießen.