ÌWaldretter unterwegs – Die Kinder der Kita Pusteblume engagieren sich für den Neiterser Wald

Am 28. Oktober 2025 war wieder ein ganz besonderer Tag für die Kinder der Kita Pusteblume in Neitersen. Gemeinsam mit Ortsbürgermeister und Waldvorsteher Frank Bettgenhäuser sowie Kita-Leiterin Anika Talhoff machten sich die Naturfreunde der Kita auf den Weg in den Wald – begleitet von Franks treuem Hund Ben.  

Das Ziel: Den Wald schützen und etwas für seine Zukunft tun.

Bereits vor drei Jahren hatten die Kinder fleißig Eicheln gesammelt, um sie im Rahmen einer sogenannten Hähersaat zur Aufforstung zu verwenden. Diese Methode orientiert sich an der natürlichen Verbreitungsweise des Eichelhähers, der Eicheln im Boden versteckt und so zur Vermehrung der Eichen beiträgt. Damals wie heute stand dabei die Idee im Vordergrund, den Wald aktiv zu unterstützen und den Kindern zugleich einen liebevollen und achtsamen Umgang mit der Natur zu vermitteln.
Auch in diesem Jahr füllten die Kinder wieder ihre Körbe mit unzähligen Eicheln, die sie gemeinsam mit Frank Bettgenhäuser im Wald verteilten – ein kleiner, aber wirkungsvoller Beitrag zum Nachwachsen junger Eichen.
Diesmal war auch die Fingerpuppe „Eichelhäher“ mit dabei – ein kleiner, fröhlicher Vogel, der den Kindern anschaulich erklärte, wie die Hähersaat funktioniert und wie aus den gesammelten Eicheln neue Eichenbäumchen entstehen. Mit großen Augen lauschten die Kinder, wie der schlaue Eichelhäher von seiner wichtigen Aufgabe in der Natur erzählte.
Neben der Pflanzaktion stand auch das Lernen über den Wald und seine Gefahren auf dem Programm. Frank Bettgenhäuser fragte die Kinder neugierig, welches Tier im Wald wohl das gefährlichste sei. „Der Wolf!“, riefen viele spontan. Doch nach einem spannenden Gespräch stellte sich heraus: Nicht der Wolf, sondern die Zecke ist wohl das gefährlichste Tier im heimischen Wald. Diese Erkenntnis beeindruckte die Kinder sehr und sorgte für lebhafte Gespräche.
Auch wichtige Sicherheitsregeln im Wald wurden thematisiert: So ist es zum Beispiel streng verboten, auf Holzstämme zu klettern oder sich an die Wurzeln umgestürzter Bäume zu setzen, da diese sich mit der Zeit wieder aufrichten können. „Nur wer den Wald versteht und seine Regeln kennt, kann ihn wirklich schützen“, betonte Bettgenhäuser.
Die Aktion ist Teil der Waldpädagogik, die in der Kita Pusteblume fest verankert ist.  
Am Ende dieses Vormittags waren sich alle einig: Der Wald braucht Freunde – und die Kinder der Kita Pusteblume sind echte Waldretter.