Am Wochenende vom 9. bis 10. Mai 2026 führte die Freiwillige Feuerwehr Neitersen einen 24-Stunden-Dienst durch. Ziel dieses Dienstes war es, verschiedene Einsatzszenarien möglichst realitätsnah zu üben sowie die Einsatzbereitschaft im Bereich Notstromversorgung und Katastrophenschutz weiter zu stärken.
Ein wichtiger Bestandteil des Wochenendes war der Testbetrieb der Wiedhalle unter Notstromversorgung mit dem Stromgenerator der Ortsgemeinde Neitersen. Der Test verlief insgesamt sehr erfolgreich, zeigte aber auch einige Punkte auf, die künftig noch verbessert oder angepasst werden müssen.
Begonnen wurde der Dienst mit Aufräum- und Ordnungsarbeiten rund um das Feuerwehrhaus. Hier gilt ein besonderer Dank Sven und Jochen Schüler, die mit ihrem Radlader unterstützten. Ebenso bedanken wir uns bei der Firma Bruch, die uns ihre Rüttelplatte zur Verfügung stellte, sodass der Schotter rund um die neue Fahrzeughalle befestigt werden konnte.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen stand die erste Übung an. Hierbei galten drei Personen als unter Trümmern vermisst. Mit den vorhandenen technischen Geräten konnte die Übung erfolgreich und professionell abgearbeitet werden.
Im Anschluss fand in der Wiedhalle eine Informationsveranstaltung zum Thema „Stromausfall und Notfallvorsorge“ statt. Rund 15 interessierte Bürgerinnen und Bürger nahmen daran teil. Zu den Gästen zählten unter anderem der Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Landkreises Altenkirchen, Björn Jestrimsky, der stellvertretende Wehrleiter der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld, Michael Imhäuser, sowie die Mannschaft der örtlichen Feuerwehr. Die Veranstaltung wurde gemeinsam mit der Ortsgemeinde Neitersen organisiert. Dafür bedanken wir uns besonders bei Ortsbürgermeister Frank Bettgenhäuser.
Nach der Veranstaltung wurde für interessierte Besucher noch eine Vorführung zum Thema Fettbrand durchgeführt. Dabei wurde eindrucksvoll gezeigt, warum ein Fettbrand niemals mit Wasser gelöscht werden darf.
Das Abendessen wurde anschließend in der Wiedhalle unter laufen der Notstromversorgung zubereitet.
Das Highlight des 24-Stunden-Dienstes war die große Nachtübung auf der Kahlhardt. Angenommen wurde ein Werkstattbrand mit drei vermissten Personen. Diese konnten durch zwei Atemschutztrupps gerettet werden. Schwerpunkte der Übung waren außerdem das Ausleuchten der Einsatzstelle, die Atemschutzüberwachung, ein Löschangriff mit Schaum sowie das Be- und Entlüften der Einsatzstelle. Die Übung verlief äußerst positiv und zeigte, dass die Feuerwehr Neitersen auch für anspruchsvolle Einsatzlagen gut vorbereitet ist. Besonders wichtig war diese Übung auch, um einsatznah zu vermitteln, welche Aufgaben und Herausforderungen im Ernstfall auf die Einsatzkräfte zukommen können.
Nach einer kurzen Nachtruhe begann der Sonntagmorgen bereits um 6:00 Uhr mit der nächsten Einsatzübung. Das Szenario bestand aus der Rettung einer Person aus einer Grube sowie einem Brand an einer freistehenden Halle. Auch hier arbeiteten die Einsatzkräfte die Lage gemeinsam, schnell und professionell ab.
Nach dem Frühstück folgte nochmals eine Stationsausbildung. Dabei wurden insbesondere das Be- und Entlüften von Gebäuden sowie verschiedene Varianten des Schaumangriffs intensiv geschult.
Ein besonderer Dank gilt abschließend allen Unterstützern, Helfern und Beteiligten, die zum Gelingen dieses intensiven und lehrreichen Wochenendes beigetragen haben.
Alle Kameradinnen und Kameraden waren mit großem Engagement, Motivation und Teamgeist bei der Sache und konnten viele wichtige Erfahrungen für zukünftige Einsätze sammeln. Der gesamte Dienst hat erneut gezeigt, wie wichtig eine gute Zusammenarbeit innerhalb der Feuerwehr ist und dass sich jeder Einzelne mit seinen Fähigkeiten und seinem Einsatz einbringt.
Die Wehrführung bedankt sich daher ausdrücklich bei allen aktiven Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Neitersen für ihr großes Engagement im Ehrenamt, ihre Einsatzbereitschaft und die investierte Zeit. Dieses ehrenamtliche Engagement ist keine Selbstverständlichkeit und bildet die Grundlage für eine funktionierende und leistungsfähige Feuerwehr zum Schutz unserer Bürgerinnen und Bürger.
Erschöpft, aber stolz und zufrieden endete der 24-Stunden-Dienst am Sonntagmittag gegen 12:00 Uhr. Die Freiwillige Feuerwehr Neitersen blickt auf ein erfolgreiches Wochenende zurück und wird auch weiterhin daran arbeiten, für die Bürgerinnen und Bürger jederzeit bestmöglich vorbereitet und einsatzbereit zu sein.













