Deutlich mehr Geld als geplant wird die Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld ins Umfeld des Feuerwehrgerätehauses in Neitersen investieren. Zu den Baukosten für die Fahrzeughalle in Höhe von rund 360.000 Euro gesellen sich weitere circa 319.000 Euro für infrastrukturelle Maßnahmen rund um die beiden Gebäude. Ursprünglich waren 90.500 Euro vorgesehen, so dass 229.000 Euro mehr veranschlagt sind.
Großen Wert legt die Verbandsgemeinde (VG) Altenkirchen-Flammersfeld auf die gute Ausrüstung ihrer neun Feuerwehren (Löschzüge), die quer über ihren „Regierungsbezirk“ verteilt stationiert sind. Unter diesem Aspekt ist beispielsweise auch der Neubau einer Fahrzeughalle am Feuerwehrgerätehaus in Neitersen zu sehen, der mit rund 360.000 Euro zu Buche schlug.
Ursprünglich war im Rahmen der Erweiterung lediglich die Herstellung einer Zufahrt zur neuen Abstellmöglichkeit vorgesehen. Im Zuge der Weiterentwicklung des Projekts habe sich jedoch nach mehreren Gesprächen gezeigt, dass „ergänzende Maßnahmen als erforderlich und sinnvoll erachtet werden und zu deutlichen funktionalen Verbesserungen der Infrastruktur führen können“, hieß es in der Beschlussvorlage. Die zusätzlichen Leistungen umfassen, so erfuhren die Mitglieder des Umwelt- und Bauausschusses (UBA) des VG-Rates in ihrem Treffen am späten Mittwochnachmittag (27. Mai 2026) vor Ort, die Herstellung eines Waschplatzes mit Ölabscheider, eine neue bituminöse Deckschicht vor der bestehenden Fahrzeughalle, die Installation einer Schrankenanlage im Bereich der Alarmzufahrt- und -ausfahrt, die Anpassung der Parkflächen (Erweiterung von sieben auf 14), die Errichtung eines Lichtmastes sowie die Verlegung des bestehenden Hydranten.
Aus den Überlegungen ergäben sich diverse Vorteile: Feuerwehrfahrzeuge könnten unmittelbar nach Einsätzen vor Ort gereinigt werden, Zu- und Abfahrten verliefen geordnet und sicher, die Betriebssicherheit werde erhöht und die Parksituation auf dem Gelände verbessert. Zudem entstünden geeignete Flächen für Übungen.
Da die zusätzlichen Bereiche jedoch die Größe von 100 Quadratmetern überschreiten und die Maßnahmen zudem im Außenbereich umgesetzt werden, ist eine ergänzende Baugenehmigung erforderlich, die, so das einstimmige Votum der Zusammenkunft, von der Verwaltung zu beantragen ist. Sie hat die erforderlichen Abstimmungen mit Naturschutz- und Wasserbehörde bereits eingeleitet. Finanziell bedeutet das Plus, dass auf die zunächst veranschlagten 90.500 Euro weitere rund 229.000 Euro draufgesattelt werden, so dass mit rund 319.000 die Investitionshöhe fast die des eigentlichen Gebäudes (360.000 Euro) erreicht.
Dass die anderen Wehren ebenfalls nach einer aufzupäppelnden Infrastruktur ihrer Anwesen dürsteten, wies Bürgermeister Fred Jüngerich von der Hand: „Die anderen haben erkannt, dass es hier notwendig ist. Wir werden das nicht noch weitere acht Mal erleben.“
Sascha Müller (rechts) erklärte den Mitgliedern des Ausschusses, wo rund um das Feuerwehrgerätehaus Hand angelegt werden soll.
(Foto: vh) Quelle: AK-Kurier vom 28.05.2026







