Bereits vor vielen Jahren wurde im Gemeinderat noch unter Ortsbürgermeister Horst Klein das Projekt „Dorfplatz in Fladersbach“ beschlossen. Allerdings würfelte der Ausbau der Hochstraße, verbunden mit dem Abriss einer alten Immobilie, und auch die Corona-Pandemie die Zeitpläne völlig durcheinander. Am Sonntag dem 9. August 2026 konnte nun der neue Platz an der Ecke Gartenstraße/Hasenwinkel eingeweiht werden.
Zur Eröffnung um 14 Uhr waren zahlreiche Gäste erschienen. Das Wetter hätte man für die Einweihung nicht besser aussuchen können, ein Tag an dem es sich unter freiem Himmel und im aufgestellten Zelt gut aushalten lässt. Es war alles vortrefflich vorbereitet. Die Neiterser und ihre Gäste konnten kommen und sie kamen.
Neben den Vertreterinnen und Vertretern von Vereinen waren der ehemalige Ortsbürgermeister Horst Klein und der Bürgermeister der Verbandsgemeinde, Fred Jüngerich, zugegen. Besonders Horst Klein, welcher der „Vater“ vieler Projekte im Ort genannt wird (wie der Dorfplatz Hochstraße und der Kunstrasenplatz), freute sich über die gelungene Umsetzung des Projektes.
Nachdem der Bewilligungsbescheid für Zuschüsse aus dem Dorferneuerungsprogramm eingegangen war, erstellte der heimische Landschaftsarchitekt Martin Heinemann aus Alt-Koberstein die Planung der Anlage und die Ausschreibung für die Arbeiten.
Der günstigste Bieter war die Firma Börgerding aus Altenkirchen. Diese hat die Arbeiten unter der Bauleitung von Lars Bieler in den letzten Monaten in hervorragender Qualität ausgeführt, so Ortsbürgermeister Frank Bettgenhäuser. Die Elektroarbeiten übernahm die Firma S&S Haustechnik aus Neitersen. Hier, so der Ortsbürgermeister, waren es die „kurzen“ Wege, die die Information zum Ablauf, und auch wenn etwas „hakte“, immer sehr positiv gestalteten.
Der Platz wurde trockengelegt, Sitzblöcke aus Muschelkalk zu einer kleinen Arena aufgesetzt, eine wassergebundene Freifläche in der Mitte angelegt und mit Pflasterwegen eingerahmt, Rohre für Wasseranschluss und Leitungen für Stromanschluss sowie Beleuchtung durch Mastleuchten verlegt und eine Sitzgruppe als Rastplatz für Wanderer und Radfahrer aufgestellt. Ein besonderes Highlight ist das Wasserspiel neben den Sitzmöglichkeiten. Auch eine Röhre mit innenliegendem Stromanschluss zum Aufstellen eines Weihnachtsbaumes wurde nicht vergessen.
Die feierliche Einweihung wurde durch das Gitarren-Trio „Ohm“ (Oliver Klein, Heiko Reifenberg, Michael Müller), die Chorgemeinschaft Alfone unter der Leitung von Harald Gerhards und den Frauenchor Mehren unter der Leitung von Veronika Scholz musikalisch begleitet. Die Vereine und Teile des Gemeinderates übernahmen die Versorgung mit Speisen und Getränken. Neben der obligatorischen gegrillten Bratwurst wurden frische Waffeln und Kaffee angeboten.
Bettgenhäuser ging augenzwinkernd darauf ein, dass sich die Verantwortlichen etwas Besonderes ausgedacht hätten. „Alle reden von Bürokratieabbau, wir leben diesen. Die Getränke und Speisen sind frei – allerdings steht hier unsere Wahlurne, in die dieses Mal mehr als ein Schein eingeworfen werden darf“, so der Ortsbürgermeister. Der komplette Spendenerlös wird den an dieser Veranstaltung beteiligten Vereinen aus Neitersen zugutekommen.
Verbandsgemeindebürgermeister Jüngerich und der „Altbürgermeister“ Horst Klein schritten anschließend zur Tat. Das rote Band wurde durchschnitten und erstmals konnten die Anwesenden das Wasserspiel beobachten, das Kinder „durch Klopfen auf die Steine“ auslösten. Hier hatten im Laufe des Nachmittages die viele Kleinen ihren Spaß, ebenso wie auf und in der aufgestellten Hüpfburg.
Mit dem neuen Dorfplatz ist ein kleiner kultureller Treffpunkt mit Sitzgelegenheit, Spieleparcours und Garten entstanden, ein „Ort für alle“, mit Aufenthaltsqualität unter schattigen Linden, der auch die Möglichkeit für kleine Feste und Vorführungen der Kindertagesstätte und der KiJuNei und andere Veranstaltungen bietet.
Quelle: AK-Kurier vom 10.08.2026, Text Klaus Köhnen (kkö)
Fotos: K. Köhnen u. U. Schmidt



























